Migräne und Schlafstörungen sind komplexe Störungen, die oft in einem Teufelskreis miteinander verknüpft sind.
Lassen Sie uns den Zusammenhang zwischen Schlaf und Migräne untersuchen, damit Sie eine aktive Rolle sowohl bei der Kopf- als auch bei der Schlafgesundheit übernehmen können.
Migräne und schlechter Schlaf
Ja. Eine Studie aus dem Jahr 2012 im Journal of the Neurological Sciences ergab, dass Patienten mit Migräne ohne Aura mehr Schlafstörungen aufwiesen als die Allgemeinbevölkerung.
Auch eine Studie in Headache fand heraus, dass Patienten mit chronischer Migräne weniger schlafen und mehr Schwierigkeiten beim Einschlafen und Durchschlafen haben als Patienten mit episodischer Migräne. Insgesamt wird angenommen, dass Schlafstörungen bei bestimmten Menschen zur Umwandlung von episodischer zu chronischer Migräne beitragen.
Die Beziehung zwischen Migräne und Schlafstörungen ist nicht gut verstanden. Wir wissen, dass es mehrere Neurotransmitter und Gehirnstrukturen gibt, die an der Schlafzyklusregulation beteiligt sind, die auch an der Entwicklung von Migräne beteiligt sein können. Zum Beispiel ist Serotonin ein wichtiger Neurotransmitter, der mit Schlaf, Stimmung und Vasokonstriktion verbunden ist. Therapien wie Triptane, die auf eine Migränebehandlung ausgerichtet sind, erhöhen häufig den Serotoninspiegel im Gehirn.
Schlafstörungen Migräne haben
Schlafprobleme bei Menschen mit Migräne sind:
- Übermäßige Tagesschläfrigkeit
- Schwierigkeiten beim Einleiten und Aufrechterhalten des Schlafes
- Früh morgens Erwachen
- Tagesmüdigkeit
- Schnarchen
- Restless-Leg-Syndrom - ein Zustand, der durch spontane, anhaltende Beinbewegungen mit Paresthesien gekennzeichnet ist
Es ist wichtig zu wissen, dass Migräne und Schlafstörungen häufig sind. Eine Bedingung zu haben bedeutet nicht, dass Sie die andere haben werden. Wenn Sie unter Migräne und Schlafproblemen leiden, wäre es ratsam, die Punkte zu verbinden und mit Ihrem Arzt zu besprechen, ob die Therapie für eine Bedingung der anderen helfen kann.
Was bedeutet das für mich?
- Wenden Sie sich an Ihren Arzt und holen Sie sich eine geeignete Kopfschmerzdiagnose. Möglicherweise müssen Sie weitere Tests, wie eine Schlafstudie, durchführen, um Schlafapnoe auszuschließen, die frühmorgendliche Kopfschmerzen verursachen kann.
- Pflegen Sie sowohl ein Kopfschmerztagebuch als auch ein Schlafprotokoll für mindestens 24 Stunden. Erwähnen Sie Maßnahmen, die Schlaf (Schlafmittel) und Wachheit (Alkohol, Koffein, Nikotin) fördern. Bringen Sie Ihr Kopfschmerztagebuch und Schlafprotokoll zum Besuch Ihres Arztes, damit Sie Muster miteinander korrelieren können.
Quellen:
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