Aspirin Vorteile, Risiken und Empfehlungen

Verständnis der Vorteile und Risiken der Aspirin-Therapie

In Bezug auf Kosten, Verfügbarkeit und Nutzen ist Aspirin einer der größten Erfolge der Medizin. Aspirin wurde erstmals vor einigen Jahren aus Weidenrinde isoliert und ist jetzt als einfache rezeptfreie Rezeptur erhältlich. Aspirin ist wirksam als Schmerzmittel, entzündungshemmend und wirkt gegen schwere Krankheiten wie Herzinfarkt und Schlaganfall.

Während es noch keine klare Aspirin-Blutdruck-Verbindung gibt, sind die schützenden Vorteile so groß, dass routinemäßige, tägliche Verabreichung von Aspirin jetzt von der American Heart Association als Standardkomponente zur Aufrechterhaltung eines gesunden Herzens empfohlen wird.

Überblick

Aspirin ist eine Art von Chemikalie namens "Salicylat". Einfache Salicylate wurden seit der Zeit der alten Griechen vor mehr als 1500 Jahren als Schmerz- und Fiebersenker eingesetzt. Während Aspirin eine große Anzahl von möglichen Aktionen im Körper hat, sind solche, die mit der Herzgesundheit in Verbindung stehen, einfach und gut verständlich. Im Körper hemmt Aspirin die Bildung von Chemikalien, die "Prostaglandine" genannt werden, indem es ein essentielles Enzym blockiert, das für ihre Bildung benötigt wird. Zu den vielen Eigenschaften von Prostaglandinen gehört ihre Fähigkeit, Blutzellen zum Zusammenkleben zu befördern. Durch die Blockierung der Bildung von Prostaglandinen verringert Aspirin die Wahrscheinlichkeit von Blutgerinnseln in den Blutgefäßen.

Da eine große Anzahl von Herzinfarkten und Schlaganfällen direkt durch kleine, sich spontan bildende Blutgerinnsel verursacht wird, bedeutet die Fähigkeit von Aspirin, die Bildung dieser kleinen Blutgerinnsel zu verhindern, dass Herzinfarkte und Schlaganfälle weniger wahrscheinlich werden.

Empfohlene Dosierung

Die Dosierung von Aspirin variiert stark, je nachdem, aus welchem ​​Grund es eingenommen wird.

Manchmal werden große Dosen zur Schmerzlinderung oder zur Bekämpfung von Fieber benötigt. Zum Zwecke des kardiovaskulären Schutzes sind jedoch viel kleinere Dosen erforderlich. Dies liegt daran, dass Aspirin selbst bei niedrigen Dosen einen Großteil seiner Prostaglandinblockierungsaktivität ausübt, und es werden immer größere Dosen benötigt, um immer kleinere Mengen an zusätzlichem Nutzen zu erzielen.

Die tatsächliche Forschung bezüglich spezifischer Dosen von Aspirin ist ziemlich kompliziert, hat jedoch Daten hervorgebracht, die in einige grundlegende Empfehlungen verallgemeinert werden können, einschließlich:

Mögliche Nebenwirkungen

Während Aspirin in der Regel ein sehr gut verträgliches Medikament ist , hat es das Potenzial, Nebenwirkungen zu verursachen. Die wichtigen Nebenwirkungen von Aspirin sind im Allgemeinen:

Eine kleine Anzahl von Menschen hat ungewöhnliche toxische Reaktionen auf kleine Dosen von Aspirin. Diese Reaktionen sind zwar ernst, aber selten, sehr leicht zu bemerken (Krämpfe, Erbrechen) und können behandelt werden.

Wer sollte es nehmen?

Aspirin hat Vorteile bei Menschen mit einer Vielzahl von kardiovaskulären Problemen gezeigt.

Menschen, die in Betracht ziehen sollten, Aspirin zu nehmen, gehören:

Es ist wichtig zu verstehen, dass, während Aspirin vielen Menschen helfen kann, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben oder haben, die Details Ihrer persönlichen Krankengeschichte könnte bedeuten, dass Aspirin keine gute Wahl ist.

Wer sollte es nicht nehmen?

Da Aspirin das Risiko von Blutungen erhöht, haben die Menschen, die Aspirin nicht einnehmen sollten, in der Regel eine anormale Blutung oder irgendeine Art von Blutungsstörung.

Abgesehen von Menschen mit Blutgerinnungsstörungen ist Aspirin möglicherweise keine gute Wahl für Menschen mit:

Darüber hinaus sollte Aspirin niemals an Kinder oder Jugendliche, die Fieber oder grippeähnliche Symptome haben, gegeben werden.

Die Zukunft von Aspirin

Trotz der eindeutig nachgewiesenen Vorteile von Aspirin bleibt es jedoch nicht ausgelastet. In einem Versuch, die Verwendung von Aspirin bei Patienten zu erhöhen, haben mehrere leitende medizinische Einrichtungen ihre offiziellen Empfehlungen sorgfältig überprüft. Anfang 2007 aktualisierte die American Heart Association als Reaktion auf neu analysierte Daten ihre offiziellen Empfehlungen dahingehend, dass alle Frauen über 65 in die routinemäßige Aspirintherapie einbezogen werden sollten.

Quellen:
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