Präklinische Alzheimer-Krankheit wird auch als präsymptomatische Alzheimer, asymptomatische AD und latente AD bekannt. Präklinische AD bezieht sich auf:
1) Die Zeit, bevor ein Individuum die Kriterien für leichte kognitive Beeinträchtigungen erfüllt, aber einen subtilen kognitiven Verfall hat - das heißt, eine Veränderung gegenüber seinem Ausgangswert
und / oder
2) Der Zeitraum, in dem das Gehirn eines Individuums einige Veränderungen in seiner Struktur im Vergleich zu seinem normalen Zustand zeigt, zeigt jedoch keine kognitive Verschlechterung.
Dies ist vergleichbar mit anderen Bedingungen, bei denen eine interne Veränderung aus medizinischen Tests offensichtlich ist, aber die Person fühlt und scheint völlig gesund, wie zum Beispiel hohe Cholesterinwerte.
Die präklinische Alzheimer-Arbeitsgruppe der Alzheimer-Gesellschaft bezeichnet dieses Stadium als "nicht normal, nicht MCI".
Wie lange präklinische AD nach AD fortschreitet
Laut der Forschung kann dies von einer Reihe von Dingen abhängen. Mehrere Studien deuten darauf hin, dass die folgenden Möglichkeiten, die mit einem verringerten Demenzrisiko korreliert sind, die Progressionsrate beeinflussen können:
- Kognitive Reserve
- Höherer Bildungsgrad
- Sozioökonomischen Status
- Geistige Aktivität
- Physische Aktivität
- Soziale Aktivität
Für eine begrenzte Zeit scheint es, dass die Symptome des kognitiven Verfalls trotz physikalischer Veränderungen im Gehirn durch die oben genannten Faktoren verzögert werden können, dass das Gehirn diese Veränderungen aber irgendwann nicht mehr kompensieren kann. Dies ist, wenn Symptome der Demenz, wie Gedächtnisverlust und Wortfindung Schwierigkeiten, offensichtlich werden.
Andere Faktoren wie Alter, Genetik, Familiengeschichte und kardiovaskuläre Gesundheit scheinen ebenfalls eine Rolle bei der Bestimmung der kognitiven Funktionen zu spielen.
Warum ist präklinische Alzheimer-Krankheit wichtig?
Die Forschung hat gezeigt, dass der Nachweis von Gehirnveränderungen wie Plaquebildung dem kognitiven Verfall oft um mehr als 10 Jahre vorausgeht.
Daher besteht die Hoffnung, dass die Behandlung viel früher beginnen und somit die kognitiven Fähigkeiten erhalten kann, wenn man mehr darüber lernt, wie präklinische Alzheimer-Krankheit erkannt und diagnostiziert werden kann.
Derzeit sind die Behandlungsmöglichkeiten sehr begrenzt. sie können das Fortschreiten der Krankheit für eine gewisse Zeit verlangsamen, aber ein großer Teil des Schadens im Gehirn wird bereits bei der Diagnose der Demenz verursacht.
Eine der Herausforderungen für die Wissenschaft bestand darin, eine sichere, kostengünstige und genaue Methode zur Bewertung des Zustands des Gehirns einer Person zu entwickeln.
Veränderungen im Gehirn können präklinische AD signalisieren
Die Alzheimer's Association Workgroup identifizierte mehrere Anzeichen einer präklinischen AD, einschließlich der folgenden:
- Beta-Amyloid-Akkumulation, nachweisbar durch PET-Bildgebung oder Liquor-Tests
- Hinweise auf Tau-Protein in Zerebrospinalflüssigkeit
- Verlust der grauen Substanz im Gehirn.
- Hypometabolismus (niedrigere Energieniveaus) in Bereichen des Gehirns, die typischerweise von Alzheimer wie dem Hippocampus betroffen sind
- Subtiler kognitiver Verfall nicht signifikant genug, um MCI-Kriterien zu erfüllen
Quellen:
Alzheimer-Vereinigung. Alzheimer's Association Präklinische Alzheimer-Arbeitsgruppe. Kriterien für präklinische Alzheimer-Krankheit. 2. Juni 2010.
Gesellschaft für Nuklearmedizin und Molekulare Bildgebung. Prä-Alzheimer: Metabolische Störung bei kognitiv normalen Patienten gefunden. 31. Mai 2013. http://www.snmmi.org/NewsPublications/NewsDetail.aspx?ItemNumber=8813