Was ist ein chronischer Spannungskopfschmerz?

Definition und Behandlungsmöglichkeiten

Stellen Sie sich vor, fast jeden Tag einen "Gummiband um den Kopf" zu haben. Diese Kopfschmerzen verursachen nicht nur chronische Schmerzen, sondern beeinträchtigen auch Ihre Lebensqualität. Lassen Sie uns noch einmal aufzeigen, was ein chronischer Spannungskopfschmerz ist und welche Behandlungsmöglichkeiten dafür zur Verfügung stehen.

Einführung

Ein chronischer Spannungskopfschmerz ist eine primäre Kopfschmerzstörung, von der ca. 2% der Bevölkerung betroffen sind.

Spannungskopfschmerzen werden häufig als "Stress-Kopfschmerzen" oder "Muskelkontraktionskopfschmerzen" bezeichnet. Sie zeichnen sich durch ein Anspannen auf beiden Seiten des Kopfes aus. In der chronischen Form dieser Störung können die Kopfschmerzen täglich auftreten - negative Auswirkungen auf die Lebensqualität und das tägliche Funktionieren.

Symptome und Diagnose

Chronische Spannungskopfschmerzen treten an durchschnittlich 15 oder mehr Tagen pro Monat für mehr als 3 Monate auf. Sie dauern typischerweise Stunden oder sind kontinuierlich. Chronische Spannungskopfschmerzen treten im Allgemeinen auf beiden Seiten des Kopfes auf, erzeugen ein Spanngefühl und verursachen leichte bis mäßige Schmerzen.

Es ist wichtig, chronische Spannungskopfschmerzen nicht mit anderen chronischen täglichen Kopfschmerzen zu verwechseln, wie:

Behandlung

Die pharmakologische Therapie bei chronischen Spannungskopfschmerzen beinhaltet meist eine präventive Medikation.

Amitriptylin (Elavil) ist ein Medikament, das sich bei der Prävention chronischer Spannungskopfschmerzen als vorteilhaft erwiesen hat.

Amitriptylin - ein trizyklisches Antidepressivum - ist ein sedierendes Medikament und wird normalerweise vor dem Schlafengehen eingenommen.

Zusätzliche vorbeugende Medikamente, die Ihr Arzt in Betracht ziehen könnte, sind andere Antidepressiva - wie Remeron (Mirtazapine) oder ein Anti-Krampf-Medikament - wie Neurontin (Gabapentin) oder Topamax (Topiramat).

Verhaltenstherapien werden manchmal allein oder in Kombination mit Medikamenten eingesetzt, um chronische Spannungskopfschmerzen zu verhindern. Beispiele für Verhaltenstherapien sind:

Beim EMG-Biofeedback werden Elektroden auf Kopfhaut, Nacken und Oberkörper platziert, um Muskelkontraktionen zu erkennen. Der Patient wird dann trainiert, um diese Muskelspannung in der Hoffnung zu kontrollieren, Kopfschmerzen zu verhindern. Kognitiv-behaviorale Therapie beinhaltet zu lernen, wie man Kopfschmerzen auslöst und mit ihnen auf eine anpassungsfähigere, weniger stressige Weise zurechtkommt. Insgesamt sind die Daten zur Wirksamkeit dieser Therapien inkonsistent. Dennoch empfehlen Kopfschmerzspezialisten oft eine Verhaltenstherapie zusätzlich zu Medikamenten, wenn sie einen Behandlungsplan für ihre Patienten erstellen.

Nimm Heimatpunkte

Quellen

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